Thomas Fahnemann
Wien lockt mit seinen Reizen

Der österreichische Stahlzulieferer RHI bekommt neuen Chef – in schwierigen Zeiten

WIEN. In die Fußstapfen eines extrem erfolgreichen Vorgängers zu treten ist immer mit einer gehörigen Portion Risiko verbunden. Thomas Fahnemann lässt sich darauf ein und wagt den Sprung, auch in konjunkturell nicht ganz einfachen Zeiten. „Die Herausforderung lockt“, begründete er gestern den Wechsel an die Donau. Voraussichtlich zum 1. Januar wird der 47-Jährige neuer Konzernchef des Wiener RHI-Konzerns, eines der größten Unternehmen in Österreich und einer der weltweit führenden Hersteller von sogenannten Feuerfest-Produkten. Die Didier-Werke in Wiesbaden gehören zu den Konzerntöchtern. In der Stahl-, Glas und Zementbranche ist RHI eine feste Größe – wo in der Fertigung Temperaturen von mehr als 1 000 Grad erreicht werden, sind die Österreicher ein weltweit anerkannter Spezialist.

Auf Thomas Fahnemann wartet trotzdem eine nicht ganz einfache Aufgabe. In diesem Jahr sehen die Zahlen im RHI-Konzern noch vergleichsweise gut aus, doch 2009 wird das Unternehmen zwangsläufig mit Einbußen zu rechnen haben. Wenn Stahl- und Zementhersteller weniger produzieren, werden sie bei Zulieferern wie RHI weniger bestellen.

Und dann war da noch die Sache mit den Fußstapfen: Fahnemann rückt nach für Andreas Meier, der das Unternehmen aus einer Krise geholt und wieder auf eine solide Basis gebracht hat. „Meier war der ideale Mann für RHI“, sagt Franz Hörl, Rohstoffanalyst bei der Ersten Bank in Wien. Meier kennt den Konzern nach 23 Jahren in all seinen Facetten, verlässt RHI aber zum Jahreswechsel, weil ihn der belgische Konkurrent Lhoist mit einem lukrativen Angebot aus Wien weglockt.

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