Thomas Fox: Karstadt-Sanierer geht früher

Thomas Fox
Karstadt-Sanierer geht früher

Firmenchef Thomas Fox macht bei Karstadt früher als erwartet Platz für seinen Nachfolger Andrew R. Jennings. Eigentlich wollte der Sanierungsexperte noch bis Oktober weiterarbeiten.
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DüsseldorfEr werde „voraussichtlich in einem Jahr“ den Spitzenposten bei Karstadt an einen geeigneten Nachfolger abtreten, berichtete der Essener Konzern offiziell noch Mitte Oktober über die berufliche Zukunft von Firmenchef Thomas Fox. Für den Berliner Sanierungsexperten ist dieses Jahr bereits zu Ende. Am Dienstag lud der 53-Jährige die Belegschaft der Essener Hauptverwaltung zu seiner Abschiedsfeier.

Damit macht Fox seinem Nachfolger Andrew R. Jennings früher als erwartet Platz. Den Neuen hatte Karstadts Erwerber Nicolas Berggruen im November überredet, die Führung des schlingernden Warenhauskonzerns zu übernehmen. Der gebürtige Brite, der kaum Deutsch spricht, hatte zuletzt die südafrikanische Kaufhauskette Woolworths geleitet. Auch für internationale Warenhäuser wie Harrods, Saks Fifth Avenue oder House of Fraser war er in leitenden Funktionen tätig.

Mit der raschen Zusage des Briten hatte in Essen offenbar niemand wirklich gerechnet. Denn erst im Oktober 2010, als der Verkauf von Karstadt unterzeichnet wurde, konnte Berggruen mit der offiziellen Suche nach einem Nachfolger für den Interimschef starten. Den fand er dann schneller als erwartet: Inzwischen hat Jennings sogar schon seinen Wohnsitz von Kapstadt in die Region zwischen Essen und Düsseldorf verlegt.

Thomas Fox, der zunächst wegen seiner ruppigen Art bei Karstadts Belegschaft für Aufregung sorgte, führte die einstige Pleitefirma bereits während der Sanierung zurück in die schwarzen Zahlen. Der Sanierer, der unter anderem für „Ihr Platz“, die Möbelfirma Schieder/IMS und das Geldtransportunternehmen Heros arbeitete, ist Mitinhaber der Beratungsfirma Modalis.

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