Thomas Ganswindt Steile Karriere endet auf der Anklagebank

Im größten deutschen Schmiergeldskandal ist kein Topmanager so tief gestürzt wie Ex-Siemens-Zentralvorstand Thomas Ganswindt. Dabei galt der ehrgeizige Manager auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn als potenzieller Nachfolger des damaligen Siemens-Chefs Heinrich von Pierer.
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Thomas Ganswindt: Neben der ruinierten Karriere und dem Strafverfahren drohen dem Manager auch noch hohe Schadensersatzforderungen von Siemens.

Thomas Ganswindt: Neben der ruinierten Karriere und dem Strafverfahren drohen dem Manager auch noch hohe Schadensersatzforderungen von Siemens.

MÜNCHEN. Doch als die Staatsanwälte bei Siemens anrückten und das System schwarzer Kassen aufdeckten, wurde es Ganswindt zum Verhängnis, dass er einst die korruptionsverseuchte Kommunikationssparte geführt hatte. Kurz vor Weihnachten 2006 musste der gebürtige Oberhausener sogar in Untersuchungshaft. Vier Jahre später wird ihm nun als erstem Ex-Zentralvorstand der Prozess gemacht. Die Verhandlung beginnt am 11. Januar, teilte das Oberlandesgericht am Dienstag mit. Die Staatsanwaltschaft wirft Ganswindt vor, vom System schwarzer Kassen gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Einen Teil der Vorwürfe hat Ganswindt bereits gestanden.

In den vergangenen beiden Jahren waren mehrere Manager der unteren Führungsebenen verurteilt worden. So wurde Ganswindts früherer Mitarbeiter Michael K. in diesem Jahr zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Für Ganswindt kommt es nun knüppeldick. Neben der ruinierten Karriere und dem Strafverfahren drohen ihm auch noch hohe Schadensersatzforderungen von Siemens. Der Konzern hat gegen ihn - wie auch gegen Ex-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger - Schadensersatzklage eingereicht. Mit dem Rest der alten Führungsspitze hatte sich der Konzern auf Vergleiche geeinigt. Die finanziellen Möglichkeiten Ganswindts sollen aber limitiert sein.

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