Thyssen Krupp
Beitz im engsten Kreis beerdigt

An der Spitze von Krupp bestimmte Berthold Beitz lange die Geschicke der gesamten Stahlbranche. Beerdigt wurde er auf eigenen Wunsch trotzdem im kleinen Kreis von Familie und persönlichen Mitarbeitern.
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EssenDer verstorbene Krupp-Stiftungschef Berthold Beitz ist am Mittwoch in Essen im engsten Kreis von Familie und Mitarbeitern beerdigt worden. Zu der Zeremonie war die Öffentlichkeit nicht zugelassen, der Friedhof wurde abgesperrt, wie Augenzeugen berichteten. Beitz war Ende Juli kurz vor seinem 100. Geburtstag auf Sylt gestorben. Er galt als einer der bedeutendsten deutschen Industriellen der Nachkriegszeit.

Die Krupp-Stiftung ist Hauptaktionär des ThyssenKrupp-Konzerns, der mehr als 150 000 Menschen beschäftigt. Für die Suche nach einem Nachfolger werde die Stiftung sich die nötige Zeit nehmen, betonte eine Sprecherin. Am 26. September - Beitz' 100. Geburtstag - ist eine Trauerfeier mit Bundespräsident Joachim Gauck geplant.

Die Traueransprache hielt Pfarrer Jonas Marquardt aus dem Düsseldorfer Ortsteil Kaiserswerth, der der Familie Beitz seit langer Zeit verbunden ist. Im Mittelpunkt stand dabei der Taufspruch von Berthold Beitz: „Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark.“ Die Zeremonie begann nach einem Händel-Präludium mit dem bekannten Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger nahm an der Beerdigung teil.

Das Grab von Beitz, in dem bereits die Eltern des verstorbenen Industriellen beerdigt sind, liegt nur einen Steinwurf vom Familiengrab der Krupps entfernt. So bleibt Beitz, der sich seit seinem Einstieg bei Krupp als Generalbevollmächtigter 1953 den Belangen der Firma verpflichtet fühlte, über den Tod hinaus an der Seite der Essener Industriellenfamilie.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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