Tidjane Thiam: Credit Suisse bekommt neuen Chef

Tidjane Thiam
Credit Suisse bekommt neuen Chef

Die Credit Suisse trennt sich von ihrem Chef Brady Dougan. Sein Nachfolger steht bereits fest: Der in der Elfenbeinküste geborene Tidjane Thiam könnte die Abkehr des Konzerns vom Investmentbanking einleiten.
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ZürichDie Schweizer Großbank Credit Suisse kündigt den Rücktritt von Vorstandschef Brady Dougan an, der Ende Juni nach acht Jahren die Bank verlassen wird, und bestätigte damit Presseberichte. Nachfolger wird Tidjane Thiam, der bisher Chef des britischen Finanzdienstleisters Prudential ist.

Einen Grund für den Rücktritt nannte Credit Suisse nicht. Verwaltungsratspräsident Urs Rohner wird in der Pressemitteilung lediglich mit den üblichen Dankesformeln zitiert. Dougan habe das Unternehmen „entscheidend und erfolgreich mitgeprägt“ und „schwierigste Herausforderungen gemeistert“.

Tatsächlich hat Dougan die zweitgrößte Schweizer Bank weitgehend unbeschadet durch die Finanzkrise 2007/2008 geführt – obwohl die Bank stark im Investmentbanking ist. Während die UBS sich mit US-Hypothekenpapieren vollgezogen hatte und vom Schweizer Staat gerettet werden musste, sah Credit Suisse sich in der Krise nicht gezwungen, das Kapital zu erhöhen.

Aber: In der Schweiz wird seit langem kritisiert, dass Dougan aus diesem Vorsprung nichts gemacht hat. Heute liegt in der Börsenbewertung UBS wieder klar vorn. Anleger honorieren die Entscheidung des neuen UBS-Duos aus Sergio Ermotti und Präsident Axel Weber, große Teile des Investmentbankings aufzugeben, die 2014 nur noch rund zwölf Vorsteuerergebnis beisteuerte - darin sind allerdings nicht die Verluste des alten Krisenportfolios enthalten, das die Bank noch abwickeln muss.

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