Tom Johnstone
Wie die Bayern

Die Autokrise trifft den weltgrößten Kugellagerhersteller hart. SKF-Chef Tom Johnstone räumt auf.

STOCKHOLM. Der Mann kokettiert gern mit seiner Herkunft: „Ich bin Schotte und stolz darauf“, sagt er und verweist auf seinen eisernen Sparwillen.

Tom Johnstone hat jetzt die unangenehme und für viele schmerzliche Aufgabe, sein Gespür für den Rotstift zum richtigen Zeitpunkt unter Beweis zu stellen. Der Chef des weltgrößten Kugellagerherstellers, der schwedischen SKF, gab gestern bekannt, dass er etwas mehr als sechs Prozent der Stellen streichen wird.

In den USA, Frankreich, Italien, der Ukraine, Argentinien und Brasilien müssen insgesamt 2 500 Mitarbeiter gehen. Überall dort, wo SKF Kugellager für die Automobilindustrie produziert, rollt es nicht mehr wie gewohnt. Das Betriebsergebnis werde deshalb im laufenden Quartal um bis zu 25 Prozent niedriger ausfallen als noch vor einem Jahr.

Überrascht hat die Ankündigung von Tom Johnstone niemanden. SKF gilt seit langem als Konjunkturbarometer der globalen Industrie. „In unzähligen Produkten befinden sich Kugellager. Deshalb spürt man bei SKF sehr schnell, ob es läuft oder nicht“, sagt Mats Liss, Stockholmer Analyst bei Swedbank.

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