Tony Hayward
BP-Buhmann feiert Comeback

Er war das Gesicht der BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Tony Hayward musste als Chef des Ölgiganten abtreten. Aber jetzt ist der bei vielen verhasste Manager zurück in der Branche - mit einem spektakulären Deal.
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DüsseldorfDer Ruf von Tony Hayward ist in der amerikanischen Öffentlichkeit auf absehbare Zeit ruiniert. Zu sehr ist der Ex-Chef von BP mit der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko am 20. April 2010 verbunden, bei der elf Arbeiter ums Leben kamen und die für die schlimmste Ölpest in der amerikanischen Geschichte sorgte.

Für BP war das Unglück verheerend: Es kostete das Unternehmen innerhalb von zwei Monaten mehr als 100 Milliarden Dollar Börsenwert. Hinzu kamen Straf- und Ausgleichzahlungen in Höhe von 41 Milliarden Dollar. Vor knapp einem Jahr, Ende September 2010, verlor Hayward seinen Posten.

Aber in der Branche hat der Brite noch immer einen guten Namen. Jetzt ist der 54-Jährige zurück. Zusammen mit dem Finanzier Nathaniel Rothschild gründete er die Investmentfirma Vallares, deren Chef Hayward ist. Vor knapp drei Monaten ging das Unternehmen an die Londoner Börse. Der Schritt brachte Vallares umgerechnet 1,5 Milliarden Euro ein. Und am Mittwoch hat das Unternehmen mitgeteilt, es werde sich mit der türkischen Genel Enerji zusammenschließen.

Der Konzern, dem Ölfelder in Kurdengebieten im Irak gehören, wird dabei mit rund vier Milliarden Dollar bewertet. Er verfügt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg über nachgewiesene Ölreserven von 356 Millionen Barrel und fördert täglich 41.000 Barrel Öl. Die Fördermenge soll sich bis im Jahr 2013 mehr als verdoppeln.

Kommentare zu " Tony Hayward: BP-Buhmann feiert Comeback"

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  • Sie kehren immer wieder und richten weiter Schaden an. Ich tanke seit der Katastrophe sowieso nicht mehr bei BP/ Aral.

  • Tony Howard ist Systemrelevant. Ihm kann nichts passieren.
    Seine grossartige Leistung muss ja auch belohnt werden.

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