Trennung zum Ende des Jahres
Vorstandschef Ferscha verlässt Deutsche Börse und Eurex

Der Vorstandschef der zur Gruppe der Deutschen Börse gehörenden weltgrößten Terminbörse Eurex, Rudolf Ferscha, verlässt das Unternehmen. Damit geht bei dem Frankfurter Börsenbetreiber rund zwei Monate nach dem Amtsantritt von Reto Francioni als Vorstandschef ein erster Spitzenmanager.

HB FRANKFURT. Ferscha werde seine Funktionen als Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse sowie als Chef der drei Eurex-Gesellschaften zum 31. Dezember aufgeben, teilte die Börse am Donnerstag mit. Die Trennung erfolge in „freundschaftlichem Einvernehmen und auf eigenen Wunsch“. Der 44-jährige Ferscha habe bereits am Mittwoch sein Vorstandsmandat niedergelegt und den Aufsichtsrat um die Aufhebung seines Dienstvertrages gebeten. Die Aufgaben Ferschas bei der Deutschen Börse AG werde Francioni bis auf weiteres mit übernehmen. Über seine Nachfolge bei der Eurex äußerte sich die Deutsche Börse nicht.

Der im Jahr 2000 zur Deutschen Börse gekommene Ferscha hat maßgeblichen Anteil an dem Ausbau der gemeinsam von der Deutschen Börse mit der Schweizer Börse SWX betriebenen Eurex zur weltweit größten Terminbörse. Allerdings bewies er mit der Expansion der Eurex in die USA im Februar 2004 ein wenig glückliches Händchen. Die Eurex US konnte sich trotz niedriger Gebühren bislang nicht gegen die dortigen Platzhirsche Chicago Board of Trade (CBOT) und Chicago Mercantile Exchange (CME) durchsetzen und wesentliche Marktanteile gewinnen. Es hatte zuletzt bereits Spekulationen über Ferschas Ausscheiden gegeben.

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