Trotz Krise:
Wirtschaft investiert in Wissenschaft und Bildung

In Krisenzeiten werden die Bildungs- und Forschungsetats von Unternehmen oft schnell gekürzt. Genau dagegen haben sich jetzt 20 Vorstände von Großunternehmen im "Berliner Appell" ausgesprochen, der auf der Jahresbilanz des Stifterverbandes vorgetragen wurde. Doch auch der Stifterverband ist gegen die Krise nicht ganz gefeit.

BERLIN. Unter den Vorständen sind Eckhard Cordes, Metro-Vorstandschef, Allianz-Chef Michael Diekmann, BASF-Chef Jürgen Hambrecht, René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom, sowie VW-Chef Martin Winterkorn. Auch gegenüber Bundespräsident Horst Köhler machten die Vorstände deutlich, dass die "Wirtschaft zu ihrer Verantwortung für ein leistungsfähiges Bildungs- und Wissenschaftssystem stehen" wolle.

In dem Appell, den Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, bei der Jahresbilanz des Verbandes vortrug, heißt es, dass die Firmen in diesem Jahr ihr "erhebliches finanzielles Engagement für Wissenschaft und Bildung in Deutschland" fortführen wollen. Sie rufen gleichzeitig "alle Unternehmen auf, sich unserer gemeinsamen Initiative anzuschließen".

Genaue Zahlen, wie stark die Wirtschaft im Bereich Bildung engagiert ist, gibt es allerdings nicht. Oetker machte deutlich, dass beide Seiten profitieren, denn auch die Firmen seien "im Kern von Wissenschaft und Forschung abhängig". Die Wirtschaft werde "umso schneller wieder ihre alte Stärke zurückgewinnen, je leistungsfähiger die deutsche Wissenschaft ist". Für den Präsidenten des Stifterverbands ist der Appell ein Leitthema für das gesamte Jahr, mit dem die Bedeutung der Bildung in der Krise betont werden solle. Ein Signal ist für ihn etwa, dass VW-Chef Winterkorn den Forschungs- und Entwicklungsetat seines Unternehmens nicht kürzen wolle.

Im Stifterverband engagieren sich führende deutsche Unternehmen seit fast 90 Jahren für Wissenschaft und Forschung. Noch 2008 war der Stiftungsboom ungebrochen, und der Verband ist "vorsichtig optimistisch", dass in diesem Jahr trotz Krise weitere Stiftungen hinzukommen werden. Insgesamt werden 431 Stiftungen von Firmen und Privatpersonen vom Verband betreut, 32 mehr als im Vorjahr. Das mache den Stifterverband zum "größten privaten Wissenschaftsförderer", wie Generalsekretär Andreas Schlüter erklärte.

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