Tückische Klauseln
Leasing-Verträge sind für Laien oft undurchschaubar

Alle drei Jahre einen neuen Wagen in der Garage und trotzdem immer gut bei Kasse - Leasing ist nicht nur für Autoliebhaber verführerisch, auch Computer-Freaks kommen auf ihre Kosten. Leasen lässt sich mittlerweile schon fast alles: vom PC, über den Fernseher bis hin zur Kuh auf der Alm.

Die monatliche Leasingrate, also die "Monatsmiete" inklusive Wertverlust während der Vertragsdauer, ist in der Regel ohne Probleme aufzubringen, und das Ersparte bleibt unangetastet, zumindest auf den ersten Blick. Denn die Gesamtkosten des Leasinggeschäfts sind nur schwer zu überschauen.

Bei Verträgen mit Teilamortisation, bei denen das monatliche Nutzungsentgelt also nicht alle Kosten des Leasinggebers abdeckt, ist der Restwert des geleasten Gegenstands nicht selten zu hoch angesetzt, so dass ein Ende mit Schrecken vorprogrammiert ist. Erzielt der Gegenstand bei Rückgabe nämlich nicht den vertraglich vereinbarten Verkaufspreis, muss der Leasingnehmer die Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Jede Schramme kann in dem Fall kostspielig werden. Einen zu niedrig angesetzten Restwert kompensiert der Leasinggeber im Gegenzug gerne mit hohen monatlichen Raten.

Beim KfZ-Leasing rät Beate Bextermöller-Kathrin von der Stiftung Warentest deshalb zum Kilometer-Vertrag, bei dem sich der Restwert aus den voraussichtlich gefahrenen Kilometern, also der tatsächlichen Nutzung des Leasingnehmers, ergibt: "Die eigene Fahrleistung ist zuverlässiger abzuschätzen als die zukünftige Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt." Ist der Kunde bei diesem Vertragsmodell am Ende der Laufzeit doch mehr gefahren, muss er bei Rückgabe des Wagens nachzahlen. Hat er weniger Kilometer zurückgelegt als vertraglich vereinbart, bekommt er unter Umständen noch Geld zurück.

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