Ulrich Walter führt Biomarke Lebensbaum zum Erfolg
Vom Müslimann zum Biounternehmer

Er wirkt wie ein zurückhaltender hanseatischer Kaufmann. Ulrich Walter, schlank mit gepflegtem grauem Bartwuchs, bevorzugt dunkle Anzüge und dezent gestylte Manschettenknöpfe.

DIEPHOLZ. Dass der bekennende Ästhet vor 20 Jahren mal in einem Bioladen gestanden und staubtrockenes Brot verkauft hat, mag man kaum glauben. Der 54-Jährige gehört zu den Müslimännern der ersten Stunde, die sich zu professionellen Bio-Unternehmern entwickelt haben.

Heute betreibt er im niedersächsischen Diepholz eine mittelständische Firma, die seinen Namen trägt und Tee, Kaffee sowie Gewürze der Marke „Lebensbaum“ über Naturkostläden und als Handelsmarke über DM-Drogeriemärkte vertreibt.

Walter startete seine berufliche Laufbahn in Bremen mit einer Lehre als Reedereikaufmann. Danach folgte erst einmal der Sturm und Drang der 68er-Studentenbewegung. Nach einer weiteren Ausbildung zum Sozialpädagogen landet Walter als Betreuer in einer Einrichtung der Diakonie für schwer erziehbare Jugendliche in Bremen.

Da diese Form der Jugendarbeit vor allem eine belastende, aber auf Dauer keine wirklich dankbare Aufgabe ist, sucht Walter Anfang der 80er nach einem neuen Betätigungsfeld. Er lernt im Zuge des Zeitgeistes die Ideen des bio- logisch-dynamischen Landbaus kennen und übernimmt selbst einen kleinen Bioladen – zunächst als Zweitjob.

Doch Vollwerternährung und Genuss scheinen zwei nicht vereinbare Welten zu bilden: „Biobrote und -kuchen musste man vor dem Verzehr fast mit dem Meißel zerkleinern“, erinnert sich Walter. Eine Erfahrung, die prägend werden sollte.

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