Umfrage: Chefs lassen Angestellte trotz Krankheit arbeiten

UmfrageChefs lassen Angestellte trotz Krankheit arbeiten

Eine dicke Erkältung, ein grippaler Infekt? Kein Grund, nicht zur Arbeit zu gehen, finden deutsche Manager. Eine aktuelle Umfrage zeigt aber auch, dass sich Chefs mit einer mittelschweren Erkältung ins Büro schleppen.
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DüsseldorfViele Führungskräfte erwarten von ihren Angestellten Anwesenheit auch im Krankheitsfall. Rund ein Drittel der Chefs schickt laut einer Umfrage der Personalberatung LAB & Company und der Hochschule Coburg seine Mitarbeiter auch bei ernsten Erkrankungen nicht nach Hause, wie die Beratung am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

17 Prozent seien der Ansicht, dass man sich von häufig kranken Angestellten trennen sollte. Jeder zehnte Manager hält ein individuelles Prämiensystem bei weniger Krankheitstagen für ein geeignetes Steuerungsinstrument.

Schonungslos gingen die Führungskräfte auch mit ihrer eigenen Gesundheit um, hieß es. So würden 58 Prozent selbst bei einer mittelschweren Erkältung zur Arbeit kommen und 29 Prozent von zu Hause arbeiten. Für die Umfrage wurden die Antworten von 381 Managern mit einem Jahreseinkommen von deutlich über 100.000 Euro ausgewertet.

 

Kommentare zu " Umfrage: Chefs lassen Angestellte trotz Krankheit arbeiten"

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  • Diese Manager sind, die mit ihrer eigenen Gesundheit und die ihrer Mitarbeiter so umgehen, sind Idioten. Langfristig wird sich dies auf die Leistung negativ auswirken. Ja, langristiges Denken ist nicht mehr angesagt, nur der kurzfristige Erfolg zählt. Arme Würstchen, diese sogenannten Manager.

  • Soviel zur Wertschätzung von "Rund ein Drittel der Chefs" gegenüber den M.A..

    ... die M.A. erwidern dies -egal ob krank oder gesund- mit entsprechender Motivation.

    ... was folgt ist Resignation und die ganzen Stresskrankheiten.

    Wer als M.A. dies unterstützt indem er mitmacht statt aufbegehrt, der hat's auch nicht anders verdient.
    Kriecher werden getreten.

  • Wenn eine Erkältung verschleppt wird (Fehlzeit vielleicht eine Woche) können schwere Folgeerkrankungen entstehen, welche längere Fehlzeiten nach sich ziehen.
    Ausserdem sitzt doch keiner gerne neben einer Bazillenschleuder oder hat jeder in den betroffenen Abteilungen ein Einzelbüro ?

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