Umfrage der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz
Informationspolitik von Investmentfonds verbesserungsfähig

Aktionärsschützer halten die Angaben von Investmentfonds zu ihrem Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen noch für verbesserungswürdig.

HB FRANKFURT/MAIN. Bisher würden nur acht Prozent der Fonds ihren Anlegern über die Einhaltung ihrer eigenen Abstimmungsgrundsätze berichten, ergab eine Studie, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Mittwoch in Frankfurt vorstellte. Eine Offenlegung sei aber notwendig, um sicherzustellen, dass die Fonds ausschließlich im Interesse ihrer eigenen Investoren abstimmten, hieß es.

Das Abstimmungsverhalten von Investmentfonds war in der diesjährigen Hauptversammlungssaison in den Vordergrund gerückt. Zwar hatten Fonds, die zum Teil beträchtliche Anteile an großen Aktiengesellschaften halten, häufig Kritik am Management eines Unternehmens geübt, den Beschlüssen des Aktionärstreffens aber dennoch zugestimmt.

Laut der Umfrage sind für die Fonds die Informationspolitik der Firmen (84 Prozent) und die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats (80 Prozent) die wichtigsten Themen der so genannten "Corporate Governance", der transparenten Führung von Unternehmen. Befragt wurden 44 Investmentgesellschaften. Davon gaben 49 Prozent an, die Aktionärsrechte aktiv auszuüben. Künftig wollen sich weitere 46 Prozent aktiver verhalten.

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