Umsatzzahlen werden nach wie vor verschwiegen
Im Biotop der New Economy

Bei den Samwers ist immer noch alles bunt und schön – solange sie nicht über ihren neuen Investor reden müssen.

BERLIN. Verwirrt schließen sich die Augen, öffnen sich wieder: Noch immer ist es da, das Großraumbüro in Berlin-Friedrichshain mit den tapeziertischartigen Arbeitsflächen, jungen Mitarbeitern in schlampiger Kleidung, hinter der Stahltür ein graues Treppenhaus, vor den Fenstern vorbeiziehende Spreedampfer.

Es muss ein Traum sein. Eine Vision, die einen nachts zurückzerrt in eine längst verlorene Zeit: die heiße Phase der New Economy. Doch nein, es ist kein Streich aus dem Reiche Morpheus – sondern die Zentrale der Jamba AG, eines der führenden Anbieter von Klingeltönen und Handy-Schnickschnack.

„Ikea, aber ein guter Stuhl: Wir haben ja nie anders gearbeitet, das ist halt unser Stil“, sagt Oliver Samwer, einer der drei Vorstandschefs von Jamba. Ja, hier darf sie weiter toben, die neue Wirtschaft. Eigentlich müssten Schulen ihre Ökonomie-Kurse durch den Loft führen, auf dass der Nachwuchs sehe, wie es einst war in den Zeiten der Dotcom-Blase.

Und auch die Samwers scheinen nicht gewandelt: Noch immer ist alles schön, bunt und aufregend bei Oliver, Marc und Alexander, der Boygroup aus Köln. „Das Ende der New Economy haben wir ja nie am eigenen Leib erfahren“, sagt Marc Samwer. Wäre da nicht das ein wenig dünnere Haar – man hielte den 32-Jährigen noch immer für einen Abiturienten, der mit Begriffen jongliert, die nicht zum jungenhaften Äußeren passen.

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