Umworbener Puppenhersteller
Aufsichtsratschef von Zapf tritt zurück

Der Aufsichtsratschef von Zapf Creation ist infolge des Konfliktes über die Übernahme des angeschlagenen Puppenherstellers zurückgetreten.

HB MÜNCHEN. Martin Gruschka, der dem Kontrollgremium seit gut einem Jahr vorstand, habe seinen Rückzug am Montag bekannt gegeben, teilte das Unternehmen mit Sitz im fränkischen Rödental mit, ohne einen Grund zu nennen. Gruschka hatte sich für die Übernahme des Puppenherstellers durch die japanische Bandai eingesetzt, war mit diesen Plänen aber im Aufsichtsrat gescheitert.

Derzeit buhlen der Spielehersteller Bandai und der US-Puppenhersteller MGA um die Kontrolle bei den Franken. Bandai, der Hersteller von „Power-Rangers“-Spielpuppen und des elektronischen Haustiers Tamagotchi, hatte Mitte Juni ein Übernahmeangebot für 10,50 Euro je Aktie vorgelegt. MGA konterte mit dem Erwerb von mehr als 18 Prozent der Zapf-Anteile und dem Angebot einer Vertriebskooperation. Nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt in der vergangenen Woche kündigte MGA an, seinen Zapf-Anteil weiter aufstocken zu wollen.

Der Aufsichtsrat hatte - in der Hoffnung, einen höheren Preis herauszuholen - gegen die Absichten von Vorstand und AR-Chef Gruschka das Bandai-Angebot abgewiesen.

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