Unter Einstandspreis
Dumping-Preise: Schlecker zahlt Bußgeld

Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker muss ein Bußgeld zahlen, weil sie nach Ansicht des Kartellamts Digitalfotos zu Dumping-Preisen verkauft hat.

HB DÜSSELDORF. Die Behörde wirft dem Drogerie-Discounter vor, mehrfach und über längere Zeiträume bundesweit Digitalfotoarbeiten unter dem so genannten Einstandspreis - also den eigenen Kosten - verkauft zu haben. Die Höhe des Bußgeldes nannte das Bonner Kartellamt am Donnerstag nicht. Schlecker war zunächst zu einer Stellungnahme nicht bereit.

Nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen dürfen Unternehmen mit überlegener Marktmacht längerfristig Produkte nicht unter dem Einstandspreis anbieten. "Wenn durch Verkäufe unter Einstandspreisen eine Verdrängung von Wettbewerbern geduldet würde, käme der Wettbewerb mittelfristig zum Erliegen", erklärte Kartellamts-Präsident Ulf Böge.

Das Kartellamt hatte in der Vergangenheit für andere Produkte bereits mehrfach Dumping-Verfahren angestrengt. Davon waren meist Lebensmitteleinzelhändler betroffen wie Aldi, Lidl und Wal-Mart.

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