Unternehmensberater
Gefühltes Glück

Auf der Suche nach neuen Strategie und Konzepten suchen Unternehmen immer häufiger auf Hilfe von außen. Doch was bringen Unternehmensberater wirklich? Eine Studie zeigt, wie Kunden deren Leistung beurteilen. Und was Beratungsprojekte erfolgreich macht.
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Jahrelang galten die 45 Experten, die sich bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) weltweit mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, im Unternehmen als Exoten. Nun aber zählen sie zu den gefragtesten Leuten im ganzen Haus. „Alle unsere Kunden wollen wissen, wie sie das Umweltthema aufgreifen können", sagt ADL-Weltchef Michael Träm. „Das Geschäft geht derzeit durch die Decke." Da möchte ein Telekomausrüster seinen Einkauf auf grüne Produkte umstellen, eine Stadt will zur saubersten Metropole der Welt werden und die Autobauer bewegt das Thema sowieso wie kaum ein zweites.

Nicht nur der Ökoboom beflügelt das Geschäft der Berater. Unternehmen aller Branchen wollen nicht mehr nur Kosten kappen, sondern suchen zusätzlich nach Strategien für Wachstum, Innovation und Internationalisierung, nach neuen Personal-, Einkaufs- und Vertriebskonzepten. Und immer häufiger setzen sie dabei auf Hilfe von außen. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) meldete für das Jahr 2006 einen Branchenumsatz von 14,7 Milliarden Euro, gut elf Prozent mehr als 2005. Für dieses Jahr erwartet der Verband einen ähnlichen Sprung.

Ob sich das viele Geld für Konzepte, PowerPoint-Präsentationen und Strategieentwürfe tatsächlich lohnt, ist eine seit Jahren heftig umstrittene Frage. Beraterschelte ist en vogue, ihr Tenor stets der Gleiche: Gut angezogene und hoch bezahlte Hochschulabsolventen mit schneidigem Auftreten machen mächtig Wirbel um wenig, werfen mit dem Beamer ein paar praxisferne Schaubilder von der Stange an die Wand. Und bevor jemand diese ausprobieren kann, sind ihre Urheber schon wieder verschwunden. Zuletzt brachten Bücher wie „Beraten und verkauft" und "Die große Abzocke" diese Klischees als angeblich ungeschminkte Wahrheit einer großen Leserschaft nahe.

Wie die Realität tatsächlich aussieht, zeigt eine Studie, die die Zürcher Metaberatung Cardea exklusiv für die WirtschaftsWoche erstellt hat. Cardea unterstützt Unternehmen bei Auswahl und Einsatz von Beratern. Gemeinsam mit der Marketingagentur Pepper haben die Schweizer rund 200 Beratungsprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, wie Kunden die Leistung der Berater beurteilen, machen deutlich, welche Faktoren für den Erfolg von Projekten entscheidend sind und was Auftraggeber tun können, damit sich ihre Investitionen auszahlen.

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