Unternehmensstrategie
Privatanleger haben weniger zu melden

Große Aktionäre engagieren sich immer stärker in deutschen Unternehmen. Sie wollen die Strategie aktiv mitbestimmen – und zwingen die Manager so zum Umdenken. Privatanleger spielen dagegen eine immer kleinere Rolle.

FRANKFURT. Deutschlands börsennotierte Gesellschaften stehen in den kommenden Jahren vor einer erheblichen Veränderung ihrer Aktionärsstruktur. Das geht aus einer großangelegten Umfragen unter Investor Relations-Managern und IR-Agenturen hervor. Demnach wird in den nächsten fünf Jahren der Anteil aktiver institutioneller Investoren kräftig steigen. Das werde wiederum dazu führen, dass die Unternehmen die Betreuung ihrer Aktionäre deutlich intensivieren müssen.

Der Finanzmarkt-Trendmonitor, der von den Agenturen Cat Consultants, News Aktuell und Faktenkontor alle sechs Monate exklusiv für das Handelsblatt durchgeführt wird, zeigt somit, dass sich die Tendenz der vergangenen Jahre noch einmal verstärken wird. Institutionelle Investoren, die mit einem hohen Stimmenanteil die Strategie einer Gesellschaft aktiv mitbestimmen wollen, werden demnach stark an Bedeutung gewinnen, glaubt die Mehrheit der deutschen IR-Manager.

Hatte diese Gruppe von Großinvestoren vor fünf Jahren noch in den meisten Unternehmen einen Anteil von unter fünf Prozent, so ist dieser in de Zwischenzeit auf das Doppelte gestiegen. Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet damit, dass aktive institutionelle Investoren in fünf Jahren einen Aktienanteil zwischen 20 und 30 Prozent besitzen werden. Das könnten Hedge Fonds ebenso wie Beteiligungsgesellschaften (Private Equity) oder ausländische Staatsfonds sein.

Aber auch gewöhnliche deutsche Aktienfonds wie beispielsweise die Deutsche Bank-Tochter DWS oder die genossenschaftliche Union Investment mischen sich seit Jahren immer stärker aktiv in die Belange der Gesellschaften ein. Bei Hauptversammlungen üben sie – wenn nötig – vehement Kritik. „Dabei setzen sie besonders dort an, wo die Ertrags- und davon ausgehend die Kursentwicklung hinter entsprechenden Messlatten wie beispielsweise dem Dax zurückbleibt“, heißt es dazu vom Deutschen Aktieninstitut (DAI).

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