Untersuchung von Stiftung Warentest
Banken ordnen Schufa-Anfragen falsch ein

Wer einen Kredit aufnehmen möchte und bei mehreren Banken nach den Zinsen fragt, muss einer Stichprobe zufolge noch immer mit einer schlechteren Risiko-Prognose rechnen.

HB BERLIN. Eigentlich will die Schufa anders als bisher unterscheiden, ob ein Kunde nur Konditionen abfragt oder ein konkretes Angebot einholt. Doch manche Banken ordnen einem Test zufolge solche Anfragen nach wie vor falsch ein, wie die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test" berichtet.

So sei festgestellt worden, dass manche Banken bei Testkunden nicht die Frage als "Anfrage Kondition" meldeten, sondern als "Anfrage "Kredit", was zu einer schlechten Risikobewertung geführt habe. Zudem hätten Banken oft Schufa-Daten ohne Einverständnis der Testkunden abgefragt. Das sei verboten.

Nicht erlaubt ist es Firmen, Kunden mit einem Schufa-Eintrag zu drohen, weil die Rechnung für fehlerhaft gehalten und zunächst nicht bezahlt wird. So eine Erpressung sei nicht akzeptabel, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Nach einer bestimmten Zeit muss die Schufa die Einträge ohnehin wieder löschen. Kredite zum Beispiel am Ende des dritten Jahres nach dem Jahr der Rückzahlung, Bürgschaften sofort nach der Begleichung der Hauptschuld. Bei kleineren Beträgen gehe es noch schneller. Bei Beträgen unter 1 000 Euro könne der Schuldner unter bestimmten Voraussetzungen eine sofortige Löschung beantragen.

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