Untreue-Prozess
Mönig-Raane sagt im Middelhoff-Prozess aus

Im Middelhoff-Prozess hat am Freitag die damalige stellvertretende Verdi-Vorsitzende ausgesagt. Im Mittelpunkt stand ein Treffen im Januar 2009. Die Vernehmung hat das Gericht allerdings nicht wirklich weitergebracht.
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Essen Die ehemalige stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane hat als Zeugin im Untreue-Prozess gegen Thomas Middelhoff nur wenig zur Wahrheitssuche des Gerichts beitragen können. Die 66-Jährige sagte am Freitag vor Gericht, an die Inhalte eines Vier-Augen-Gesprächs mit dem Ex-Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor im Januar 2009 in Berlin könne sie sich nicht mehr erinnern.

Middelhoff hatte die Flugkosten für den Charterjet nach Berlin laut Anklage in voller Höhe durch Arcandor zahlen lassen. Nach seinen Angaben hatte sich das Gespräch um einen Sanierungstarifvertrag für das Unternehmen gedreht. Dies sei „nicht unplausibel“, sagte Mönig-Raane, die damals auch dem Arcandor-Aufsichtsrat angehörte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Middelhoff vor allem wegen privater geschäftlicher Angelegenheiten in der Stadt war.

Sie wirft Middelhoff vor, den inzwischen pleitegegangenen Handelskonzern insgesamt mit betriebsfremden Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro belastet zu haben. Hauptsächlich geht es um Flüge mit Charterflugzeugen und Hubschraubern, die von Arcandor bezahlt wurden, nach Auffassung der Behörde aber ganz oder teilweise privat veranlasst waren. Middelhoff weist die Vorwürfe entschieden zurück.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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