Untypischer Spitzenmanager
Jean-François Dehecq - der charismatischer „Donner-Zeus“

Seit nunmehr drei Jahrzehnten hat der charismatische Unternehmer Jean-François Dehecq die Geschicke des Sanofi-Konzerns in der Hand und dabei vor allem auf Expansion und Wachstum gesetzt.

HB PARIS. Mit der erfolgreichen Einverleibung von Aventis macht der wegen seines Temperaments gern auch „Donner-Zeus“ genannte Westfranzose (64) jetzt seine Pharmagruppe Sanofi-Synthélabo zu der weltweiten Nummer drei. Seine Hitzköpfigkeit hat der Karriere des Hünen aus Nantes (Dehecq ist 1,97 Meter groß) und untypischen Spitzenmanagers keinerlei Abbruch getan. Er unterrichtete einst tagsüber und abends Mathematik, um seine Familie ernähren und das Ingenieurstudium bezahlen zu können. Als Sanofi Anfang der siebziger Jahre gegründet war, begann Dehecq gemeinsam mit seinem geistigen Ziehvater René Sautier eine stetige Wachstumspolitik. Bisheriger Höhepunkt war die Übernahme der damaligen L'Oréal-Tochter Synthélabo im Jahr 1998.

Seit 1988 Chef des Konzerns, hat der Freund von Staatspräsident Jacques Chirac erfolgreich 1993 auch den Versuch verhindert, diesen Posten an den ehemaligen Elf-Chef Loïk Le Floch-Prigent abzutreten. Der Liebhaber zeitgenössischer Musik, chinesischer Kunst und guter Weine hat den Aktionären von Sanofi-Synthélabo sogar abgerungen, die Gruppe bis 2008 leiten zu können - an Ruhestand denkt Dehecq nicht.

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