Urs Rohner macht jetzt doch Platz für Guillaume de Posch
Belgier mit direktem Draht nach oben

Haim Saban hat es mal wieder spannend gemacht. Aus Los Angeles eingeflogen, informierte der eloquente, aber öffentlichkeitsscheue Amerikaner am frühen Nachmittag nach der Aufsichtsratssitzung erst einmal die wichtigsten Führungskräfte von Pro Sieben Sat 1. Dann erst kommt im schmucklosen Kinosaal der Firmenzentrale in Unterföhring bei München die Allgemeinheit an die Reihe.

MÜNCHEN. Zu diesem Zeitpunkt war die harte Nachricht schon überall unterwegs: Guillaume de Posch, enger Vertrauter von Haim Saban und dessen Vize Adam Chesnoff, wird künftig die Geschäfte von Deutschlands größtem TV-Konzern führen.

Damit geht bei Pro Sieben Sat 1 schon wieder eine Ära zu Ende: die von Urs Rohner, der noch von Leo Kirch eingestellt worden war. Saban hatte de Posch bereits vor einem guten halben Jahr nach München geholt. Im September 2003 ernannte er den Belgier, der mit einer Deutschen verheiratet ist, zum Konzernvorstand und machte ihn zum Aufpasser für Konzernchef Rohner. De Posch erhält die Zuständigkeit für das gesamte operative Tagesgeschäft und besetzt damit von Anfang an eine Schlüsselposition. Aber der 46-Jährige gilt schon lange als der heimliche Chef. Er habe sich als „echter Führer“ erwiesen und sei einzigartig in der Branche, lobte ihn gestern Saban.

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