Urteil des Bayerischen Obersten Landesgerichts
Bordell in Bürohaus kann verboten werden

Auch in einem rein gewerblich genutzen Gebäude kann käuflicher Sex untersagt werden. Allein die "ungewollte Konfrontationen" der Angestellten mit den Prostituierten und deren Freiern reiche aus.

HB MÜNCHEN. Das Bayerische Oberste Landesgericht in München hat am Freitag ein entsprechendes Verbot bestätigt. Ein Mieter des Bürohauses hatte gegen den Betreiber eines Bordells in der obersten Etage geklagt. Mehrmals seien er oder seine Mitarbeiter in dem nur mit einem Schlüssel zu betätigenden Aufzug direkt vor spärlich bekleideten "Damen" am Eingang des Bordells gelandet. Diese Begegnung sei insbesondere wegen des Publikumsverkehrs nachteilig, hatte er argumentiert. Das Bayerische Oberste Landesgericht teilte seine Auffassung. Das Bordell im Obergeschoss des Hauses sei ein "nicht hinzunehmender Nachteil".

Az.: 2Z BR137/04

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%