Urteil
Enron-Buchhalter muss 66 Monate in Gefängnis

Der frühere Chefbuchhalter des zusammengebrochenen US-Energiekonzerns Enron, Richard Causey, ist zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 46-Jährige hatte sich bereits im Dezember vor dem Gericht in Houston des Betrugs schuldig bekannt.

HB HOUSTON. Nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft sollte Causey eine siebenjährige Haftstrafe erhalten und 1,25 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte aber in Aussicht gestellt, bei zufriedenstellender Zusammenarbeit eine geringere Gefängnisstrafe zu fordern. Causey hatte zugegeben, öffentlich falsche Angaben gemacht zu haben, um Investoren zu betrügen.

Vor Gericht mussten sich auch Causeys ehemalige Chefs, darunter Enron-Gründer Kenneth Lay und der frühere Erste Geschäftsführer Jeffrey Skilling verantworten. Sie wurden beide wegen Verschwörung und Betrugs verurteilt. Lay starb im Juli an einer Herzkrankheit, Skilling muss eine 24-jährige Gefängnisstrafe verbüßen.

Die Konzernmanager sollen Scheingeschäfte getätigt haben, so dass in den Geschäftsbüchern ein höherer Konzerngewinn ausgewiesen wurde, als tatsächlich angefallen war. Das Energieunternehmen, das einst zu den zehn größten Konzernen der USA zählte und weltweit 20 000 Mitarbeiter beschäftigte, musste Insolvenz anmelden, nachdem seine Übernahme durch den Konkurrenten Dynegy Ende 2001 gescheitert war. Es war eine der größten Pleiten in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.

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