Urteil für Juli erwartet - Angeklagte zeigen Gelassenheit
Ackermann drohen zwei Jahre auf Bewährung

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann demonstriert Gelassenheit. Unmittelbar bevor die Staatsanwälte für ihn zwei Jahre Haft auf Bewährung fordern, taucht der Bank-Manager am Mittwoch in der Kantine des Düsseldorfer Landgerichts auf. Der ungewohnte Gast gibt sich volksnah, plaudert mit Mitarbeitern. Wenige Meter entfernt steht Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser in der Warteschlange mit einer Kaffeetasse an.

HB DÜSSELDORF. Nach 34 Verhandlungstagen und mehr als fünf Monaten Prozessdauer scheint keiner der Angeklagten des Mannesmann-Prozesses die Wucht des Strafgesetzbuches zu fürchten. Auch bei den Prozessbeobachtern geht kaum jemand noch davon aus, dass die Strafforderungen der Ankläger Realität werden.

Während sich die Staatsanwälte in ihrem zwei Verhandlungstage dauernden Plädoyer in der Schuldfrage unnachgiebig zeigen und bei Esser sogar über ihre eigene Anklageschrift hinausgehen, geben sie sich bei der Höhe der Strafen noch vergleichsweise milde.

Die Ankläger fordern schließlich zwischen zwölf Monate und drei Jahre Haft wegen schwerer Untreue in bis zu sieben Fällen. Die Höchststrafe liegt bei zehn Jahren. Die Manager und Gewerkschafter hätten mit der Ausschüttung von Prämien und Pensionsabfindungen in Höhe von mehr als 57 Millionen Euro das Vermögen des Konzerns geschädigt.

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