Urteil
Hundestreit und Herrchen-Zwist

Kommen Hundebesitzer zu Schaden, weil Tiere sich streiten, dann folgt oft auch ein Zwist zwischen den Herr- und Frauchen. Ein aktuelles Urteil.

Eine Frau machte mit ihren Hunden Charly und Gina einen Abendspaziergang. Plötzlich schoss ihnen aus einer Hecke der Mischlingshund Dino bellend entgegen. Die angeleinten Hunde wehrten die Attacke ab, zerrten während der Rauferei allerdings so heftig an der Leine, dass ihr Frauchen zu Fall kam. Dabei brach sie sich den linken Daumen und erlitt einen Kreuzbandabriss. Dinos Herrchen sollte ihr deshalb 10 400 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen.

Doch der Mann rückte nur die Hälfte der geforderten Summe raus: Für 50 Prozent des Schadens müsse die Gestürzte selbst aufkommen, schließlich hätten letztlich ihre eigenen Tiere den Sturz verursacht. Um auch die restlichen 5 200 Euro zu erhalten, zog die Frau vor Gericht - und erhielt weitgehend Recht. Sie müsse sich nur 20 Prozent der Schuld zurechnen lassen, entschied jetzt das Landgericht Coburg (12 O 741/06). Dinos Besitzer müsse ihr deshalb weitere 3 120 Euro überweisen.

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