US-Energiekonzern: Chesapeake-Chef tritt nach Kreditaffäre ab

US-Energiekonzern
Chesapeake-Chef tritt nach Kreditaffäre ab

Der Vorstandschef des US-Energieunternehmens verstrickte sich in dubiose Kreditgeschäfte. Nun zieht McClendon die Konsequenzen und tritt zurück. Die Chesapeake-Aktionäre reagieren mit Erleichterung.
  • 0

New YorkDer Chef des US-Energieunternehmens Chesapeake zieht die Konsequenzen aus einer Serie umstrittener Kreditgeschäfte und tritt zurück. Wie der Konzern am Dienstagabend mitteilte, wird Vorstandschef und -mitgründer Aubrey McClendon zum 1. April die Firma verlassen. Die Aktie des zweitgrößten US-Gasproduzenten profitierte von der Nachrichten und stieg nachbörslich um neun Prozent. Die US-Börsenaufsicht SEC wie auch das Chesapeake-Direktorium ermitteln gegen den 53-Jährigen.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aus dem vergangenen Frühjahr zufolge hat McClendon über drei Jahre lang Kredite von 1,1 Milliarden Dollar aufgenommen und seine Anteile an Chesapeake-Ölquellen als Sicherheit hinterlegt.

Das Geld hat er Reuters vorliegenden Unterlagen zufolge genutzt, um in den Genuss potenziell lukrativer Sondervergütungen zu kommen: McClendon soll mit den Mitteln Beteiligungen an eben jenen Öl- und Gasquellen finanziert haben, die er als Sicherheit für die Kredite hinterlegt hat. McClendon hatte einen Interessenskonflikt bestritten.

Kommentare zu " US-Energiekonzern: Chesapeake-Chef tritt nach Kreditaffäre ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 7:30 bis 21 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%