US-Finanzier
Stanford wegen Milliardenbetrugs verurteilt

Er ist nicht Bernard Madoff, aber ziemlich nah dran. Der US-Finanzier Allan Stanford soll Tausende Anleger um Milliarden von Dollar betrogen haben. Jetzt ist er verurteilt worden.
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HoustonDer Fall erinnert an den Wall-Street-Betrüger Bernard Madoff: Eine Jury in Houston hat am Dienstag Allen Stanford schuldig gesprochen. Dem Geschäftsmann aus Texas wird angelastet, Tausende Anleger um ihre Ersparnisse gebracht zu haben. Es geht um mehr als sieben Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro). Das Strafmaß wird später verkündet. Der Fall hatte im Jahr 2009 seinen Anfang genommen. Damals hatten die Ermittler gerade das 60 Milliarden Dollar schwere Schneeballsystem von Madoff aufgedeckt.

Stanford wurde vorgeworfen, er habe Investoren mit vermeintlich sicheren Festgeldanlagen zu ungewöhnlich hohen Zinssätzen von bis zu zehn Prozent gelockt. Auf dem Papier mehrte sich das Vermögen der Anleger auch stetig. Die Jury folgte nach langen Beratungen jedoch der Auffassung der Staatsanwaltschaft - und die sah es als erwiesen an, dass Stanford große Teile des Geldes für sich abzwackte, um in Saus und Braus leben zu können. Überdies steckte er demnach hohe Summen in riskante Immobiliengeschäfte.

Dem Finanzier, dessen Bank ihren Sitz auf der Karibikinsel Antigua hatte, drohen nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg nun bis zu 20 Jahre Gefängnis. Madoff verbüßt eine Haftstrafe von 150 Jahren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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