US-Quartalssaison Gewinn-Rezession trotz guter Stimmung

Die Erwartungen für diese US-Quartalssaison sind verhalten. Die größten Verlierer finden sich in der Technologie-, Energie- und Rohstoff-Branche. Doch für die zweite Jahreshälfte sind Hoffnungsträger in Sicht.
Die Erwartungen für diese US-Quartalssaison an der New Yorker Börse sind verhalten. Quelle: AFP
New York

Die Erwartungen für diese US-Quartalssaison an der New Yorker Börse sind verhalten.

(Foto: AFP)

New YorkMan könnte meinen, alles sei in bester Ordnung. Der breit gefasste Aktienindex S&P 500 steigt pünktlich zur Quartalssaison auf immer neue Rekorde. Dennoch dominiert bei börsennotierten US-Konzernen vor allem ein Wort: Gewinnrezession.
Die Überschüsse für das zweite Quartal werden um 5,5 Prozent sinken, wie aus Berechnungen des Analysehauses Factset hervorgeht.

Trifft die Prognose zu, dann wäre es das fünfte Quartal in Folge mit rückläufigen Gewinnen. Zuletzt gab es das in den Jahren 2008 und 2009 – mitten in der Finanzkrise. Nun jedoch wächst die US-Wirtschaft, wenn auch langsam.

„Dass eine Gewinnflaute außerhalb einer Rezession so tief ist und so lange andauert, ist ungewöhnlich“, schreibt Investment-Stratege Paul Eitelman von Russell Investments in einer Analyse. Schuld sind vor allem der starke Dollar und der schwache Ölpreis, mit dem eine ganze Reihe von Konzernen immer noch zu kämpfen haben.

Unternehmen mit neuen Logos
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Bing

Microsoft verpasst seiner Suchmaschine ein neues Logo, das besser zur Marke passen soll: Statt blau ist der Schriftzug nun gelb, die Schrift eine andere. Das neue Logo soll "einfach, geradlinig und schön" sein, sagt Scott Erickson von Microsoft.

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Yahoo

Der Internetkonzern hat sich zum ersten Mal seit der Firmengründung vor 18 Jahren ein neues Logo gegeben. Das neue Design wurde am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Sunnyvale in Kalifornien vorgestellt. Das neue Logo wirkt weniger unruhig als sein Vorgänger, die Buchstaben sind schlanker und gerader. Die Farbe Violett blieb erhalten, ist jedoch deutlich dunkler als beim alten Logo...

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Yahoo

Beim alten Yahoo-Logo tanzten die Buchstaben wild aus der Reihe. Das überarbeitete Logo ist eine von vielen Änderungen, die Yahoo-Chefin Marissa Mayer seit ihrem Amtsantritt vor 14 Monaten durchsetzte. Sie hatte auch schon die Startseite von Yahoo und den beliebten Foto-Dienst Flickr überarbeiten lassen. Zudem leitete sie einige Übernahmen ein, um die Zugriffszahlen auf die Webseiten des Unternehmens zu erhöhen.

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Lucky Strike

„Das kreisrunde Logo der Luckies sieht nicht nur aus wie der Mittelpunkt einer Dartscheibe, er heißt auch so: Bullseye. 

Und weil es von Anfang an als Markenzeichen auch noch ein echter Volltreffer war, haben wir es bloß ein bisschen verbessert. Jetzt zeigt es nicht nur, wer es erfunden hat, sondern auch wo: R.A. Patterson, Lucky Erfinder, Tabakliebhaber und Inhaber der R.A. Patterson Tobacco Company im sonnigen Richmond, Virginia. Wann er das tat und wie er aussah, findet man woanders auf der Packung," schreibt Lucky Strike auf seiner Internetseite. Eine offizielle Erklärung zum neuen Logo steht allerdings noch aus.

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Ebay

Die Zeit der hüpfenden Buchstaben im Ebay-Logo ist vorbei: Um zu zeigen, dass der 17 Jahre alte Online-Marktplatz erwachsen geworden ist, gibt sich das US-Unternehmen ab Herbst ein geradliniges Erscheinungsbild. Beim neuen Logo stehen die Buchstaben in einer Reihe eng beieinander. Was bleibt, ist die markante Farbkombination rot, blau, gelb und grün.

Devin Wenig, Chef des Ebay-Marktplatzes, stellte das Logo am Donnerstag vor. „Heute sind die meisten bei Ebay verkauften Artikel Neuware und werden zu festen „Sofort-Kaufen“-Preisen angeboten“, erläuterte er. Groß geworden war Ebay dagegen mit privaten Auktionen von Gebrauchtem. In Deutschland starteten die Amerikaner 1999 mit der Übernahme von Alando.de, das sie später in Ebay umbenannten. Ebay hat heute mehr als 100 Millionen Mitglieder weltweit und 25 Millionen Verkäufer.

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Microsoft

Alles neu bei Microsoft: Der größte Softwarekonzern der Welt startet eine Produktoffensive und der neuen Ära soll auch mit einem frischen Logo Rechnung getragen werden. Von Windows 8 über Office, Windows Phone 8 bis Xbox werden die Neuerscheinungen das neue Logo tragen, das die traditionellen Farben Rot, Grün, Blau und Gelb in Kachelform präsentiert und den Namen des Unternehmens in einer leichten, geraden Schrift statt wie bisher in kursiver Fettschrift darstellt. Das Markenzeichen soll eine neue Unternehmensphilosophie in der Computer- und Internetwelt signalisieren. Der letzte Wechsel des Logos fand 1987 statt.

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Bilfinger Berger

Auf der Hauptversammlung des Bauriesen präsentierte Bilfinger-Berger-Vorstand Roland Koch das neue Logo des Unternehmens. Mit neuer Schleife und Reduzierung des Namens auf "Bilfinger" soll die Verzahnung der einzelnen Gesellschaften auch namentlich deutlich gemacht werden.
Der Baukonzern ist nicht das einzige Unternehmen, das kürzlich seinen Markenauftritt veränderte...

Auch fehlt der Rückenwind aus der Technologie-Branche. Die Gewinne sollen laut Factset um sieben Prozent zurückgehen. Damit gehört dieser Sektor zu den drei großen Verlierern im abgelaufenen Quartal – noch hinter Energie. In diesem Bereich brachen die Gewinne um 78 Prozent ein. Was den Rohstoffsektor betrifft, wird ein Minus von elf Prozent erwartet.

Vor allem Apple drückt die Gewinnerwartungen in den Keller. Analysten befürchten schleppende iPhone-Verkäufe und haben in den vergangenen Wochen ihre Gewinnerwartungen deutlich heruntergestuft. Auch der Brexit könnte dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino zu schaffen machen, glaubt Apple-Analyst Jim Suva von der Citigroup. Die Unsicherheit, die mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verbunden ist, könnte die Nachfrage dämpfen. Hinzu kämen Währungsschwankungen und eine wachsende Zahl von Kunden, die ihr derzeitiges Smartphone länger nutzen, statt es jedes Jahr durch das aktuelle Modell zu ersetzen.

Auch andere IT-Unternehmen schwächeln. Die Gewinnprognosen für Microsoft haben Analysten ebenfalls nach unten geschraubt. Gleiches gilt für eine Reihe kleinerer Unternehmen, wie dem Computerspielehersteller Electronic Arts und dem Software-Produzenten Autodesk. „In keiner anderen Branche wurden die Gewinnerwartungen so stark nach unten korrigiert“, gibt John Butters von Factset zu bedenken. IBM meldete am Montag ebenfalls rückläufige Umsätze und Gewinne, allerdings war die Lage nicht so schlimm wie befürchtet. Das Cloud-Geschäft gibt Grund zur Hoffnung, dass der Konzern nach jahrelangem Umbau bald wieder auf Erfolgskurs sein könnte. Die Umsätze mit Cloud-Diensten wuchsen von April bis Juni um 30 Prozent.

Netflix hat zwar sowohl Umsatz- als auch Gewinnprognosen übertroffen, bereitet den Investoren jedoch an anderer Stelle Sorgen. Der Streaming-Dienst konnte im vergangenen Quartal deutlich weniger Kunden gewinnen als angenommen. Schuld ist offenbar eine Preiserhöhung, die Nutzer vergrault. Die Aktie stürzte zeitweise um 15 Prozent ab.

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