Uwe Schroeder-Wildberg soll MLP wieder fit machen
Brottrocken, aber herzlich

Wenn sich heute der Aufsichtsrat um elf Uhr zu seiner Sitzung in Heidelberg trifft, steht eine einzige Personalie auf der Tagesordnung: die Berufung von Finanzchef Uwe Schroeder- Wildberg zum neuen Vorstandsvorsitzenden von MLP.

HB FRANKFURT. Manfred Lautenschläger, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, macht sich damit zwei Tage nach seinem 65. Geburtstag sein vielleicht schönstes Geschenk. Er hofft, dass dann wieder mehr Ruhe bei dem Finanzdienstleister einkehrt.

Der 38-jährige Schroeder-Wildberg wird ab 1. Januar kommenden Jahres den zuletzt glücklos agierenden Bernhard Termühlen als Vorstandschef ablösen. Unter dessen Führung war MLP in eine existenzbedrohende Krise geraten. Der stets nach Macht und Anerkennung strebende Termühlen hatte aber bis zuletzt an seinem Managerstuhl festgehalten.

Für seinen Nachfolger ist der Wechsel an die Vorstandsspitze der vorläufige Höhepunkt einer Blitzkarriere. Der promovierte Betriebswirtschaftler war erst vor einem Jahr vom Direktbroker Cortal-Consors zu der Beratertruppe gestoßen. Bis dahin hatte sich MLP den Luxus geleistet, als einziges Dax-Unternehmen auf einen Finanzchef zu verzichten.

Schroeder-Wildberg hat sich vor allem in der Bankenwelt einen Ruf als verlässlicher Zahlenmensch erworben. „Ehrgeizig, sehr gradlinig und unheimlich zahlenverliebt“, beschreiben ihn frühere Weggefährten. Deshalb waren die „Conference Calls“ in seiner Consors-Zeit bei den Analysten immer beliebt. Aber die notwendige Portion Enthusiasmus habe gelegentlich gefehlt, erinnert man sich.

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