Vakante Stelle
Deutsche Bank findet neuen Strategiechef

Die Deutsche Bank hat nach dem Weggang von Axel Wieandt zum Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) und einer mehrmonatigen Vakanz der Stelle wieder einen Chefstrategen. Offiziell wurde der Fabrizio Campelli zum 1. August 2009 zum „Head of Group Strategy and Planning“ bei Deutschlands größtem Geldhaus ernannt. Der 36-jährige glänzt mit einer Bilderbuch-Karriere.

FRANKFURT. Die Position umfasst die Steuerung der Bereiche „Corporate Development“ und „Corporate Investments“. „Es ist fast schon Tradition bei der Deutschen Bank, dass man relativ jungen Bankmanagern auf diesem Posten die Chance gibt, sich zu bewähren“, sagte ein Branchenbeobachter. Campelli habe eine „Bilderbuchkarriere“ gemacht und sei zuletzt beim geplanten Einstieg der Deutschen Bank beim Privatbankhaus Sal. Oppenheim gefordert gewesen, hieß es weiter.

Campelli kam 2004 zur Deutschen Bank, nachdem er zuvor im Geschäft mit Finanzinstitutionen bei der Unternehmensberatung McKinsey & Co. in Mailand und London tätig gewesen war. 2001 hatte er bei der US-Investmentbank Goldman Sachs einen knapp einjährigen Zwischenstopp eingelegt. Bei der Deutschen Bank arbeitete Campelli zuletzt als Global Chief Operating Officer für den Bereich Unternehmensfinanzierung.

In seiner neuen Rolle wird Campelli an Finanzvorstand Stefan Krause berichten sowie in seiner Verantwortung für Corporate Investments an den Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann.

Campelli hat sein Abitur an der Deutschen Schule in Genua gemacht. Er hat Abschlüsse als Bachelor of Arts (BA) der Kaderschmiede Universita Bocconi in Mailand und als MBA des MIT (Sloan School of Management).

Die Kür von Campelli zum Chefstrategen fällt in eine Zeit, in der die Deutsche Bank stark expandiert. Auf dem Inlandsmarkt wird sich der Bankkonzern in den kommenden Monaten die Postbank einverleiben, um das Massengeschäft mit privaten Kunden massiv zu verstärken. Außerdem strebt der Branchenprimus in mehreren Schritte eine mehrheitliche Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim an, um die Vermögensverwaltung und das Geschäft mit wohlhabenden Kunden auszubauen. Vorstandschef Ackermann hatte jüngst auf der Bankentagung des Handelsblatts erklärt, man wolle alles tun, um Marktanteile im Inlandsgeschäft zu gewinnen.

Die Deutsche Bank hatte zuletzt dank des Investment-Bankings wieder schwarze Zahlen geschrieben, das Privatkundengeschäft blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Neben dem heimischen Markt verfolgt die Bank nach Ansicht von Experten auch die Entwicklungen und Konsolidierungen in Asien genau, da dort zukünftig große Wachstumschancen liegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%