Verbraucher & Service
Krankenkasse zahlt nicht immer komplett für die Entbindung

Frauen, die in einem Hebammengeburtshaus entbinden, müssen damit rechnen, einen Teil der anfallenden Kosten selbst zu tragen.

HB DÜSSELDORF. Die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung werden nicht immer von der Krankenkasse erstattet. Darauf macht die Rechtsschutzversicherung Arag aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Bundessozialgerichts. Danach müssen Kassen unter Umständen nur für die reinen Hebammenkosten aufkommen.

Im konkreten Fall hatte eine Mutter in einem Geburtshaus entbunden. Dabei fielen 153 Euro für die Dienstleistung der Hebamme sowie 354 Euro für die übrigen Aufwendungen rund um die Entbindung an. Die Frau wollte den kompletten Betrag von ihrer Krankenkasse erstattet haben. Diese zahlte aber nur für die Arbeit der Geburtshelferin. Das Bundessozialgericht gab der Kasse Recht.

Bezahlt werden müsse nur für die Leistungen einer Klinik, die in den Krankenhausplan des Landes aufgenommen ist, so die Begründung. Eine Einrichtung, die allein von Hebammen geleitet werde, sei nicht gleichwertig mit einem Krankenhaus unter ständiger ärztlicher Leitung.

Aktenzeichen:
Bundessozialgericht B 1 KR 34/04

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