Verbraucher & Service: Nach drei erfolglosen Ableseversuchen werden Heizkosten geschätzt

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Nach drei erfolglosen Ableseversuchen werden Heizkosten geschätzt

Wer drei Mal den Ablesetermin für die Heizkörper seiner Wohnung ohne Not platzen ließ, muss sich auf eine Schätzung einstellen. Der Eigentümer des Hauses darf den Verbrauch in den Räumen dann auf der Basis vergleichbarer früherer Abrechnungen ermitteln.

HB MÜNCHEN. Darauf weist die Vereinigung "Haus und Grund München" in der bayerischen Hausbesitzer-Zeitung (Januar-Ausgabe) hin. Eine Alternative: Der Verbrauch kann auch anhand vergleichbarer anderer Räume im jeweiligen Abrechungszeitraum geschätzt werden.

Beide Berechnungsvarianten sind den Angaben zufolge nach dem Gesetz gleichwertig. Als Voraussetzung gilt nur, dass der Mieter die Wohnung an drei aufeinander folgenden Terminen nicht für die Ablesung zugänglich machte, wie das Amtsgericht Brandenburg entschied. Der Vermieter kann dann entscheiden, welches der beiden Berechnungsverfahren dem tatsächlich angefallenen Verbrauch am nächsten kommen dürfte. Ratsam sei, die früheren Verbrauchswerte der betroffenen Räume als Basis zu nehmen, wenn sich weder bei der Heizung noch bei den Nutzern etwas geändert hat.

Aktenzeichen:
Amtsgericht Brandenburg, 32 C 110/04

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