Verbraucher & Service
Schummeln beim Kreditantrag kann teuer werden

Eine Bank kann ein Darlehen zurückfordern, wenn der Kunde bei der Beantragung nicht mit offenen Karten gespielt hat. Darauf macht die Rechtsanwaltskammer Köln aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts.

HB KÖLN. In dem Fall hatte ein Mann im Sommer 2003 einen Darlehensvertrag zur Finanzierung eines Einfamilienhauses unterschrieben, in der Selbstauskunft zuvor allerdings verschwiegen, dass zu der Zeit gegen ihn ein gerichtliches Mahnverfahren über 1 750 Euro lief.

Als die Bank über eine aktualisierte Schufa-Auskunft davon erfuhr, kündigte sie das Darlehen zur Hausfinanzierung wegen arglistiger Täuschung fristlos. Das sah auch das Gericht so. Nach Ansicht der Richter hätte der Kunde von sich aus auf die Forderung zu sprechen kommen müssen. Weil er dies unterließ, sei die Bank zur Anfechtung beziehungsweise zur fristlosen Kündigung des Vertrages berechtigt gewesen. Hat die Bank das Darlehen erst einmal gekündigt, muss der Kunde dieses nach Auskunft der Experten samt Vorfälligkeitsentschädigung in einer Summe zurückzahlen, wenn er nicht kurzfristig eine Ersatzbank findet.

(Aktenzeichen: Saarländisches Oberlandesgericht 8 U 425/05-119)

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