Verbraucher & Service
Spätes Grillen kann sehr teuer werden

Trotz Geruchs- und Lärmbelästigung müssen Nachbarn späte Grillfeste hinnehmen - aber nur zwar an vier Abenden im Jahr jeweils bis 24.00 Uhr.

HB BERLIN. Das entschied das Oberlandesgericht Oldenburg, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt. Die Richter legten den Angaben zufolge aber auch fest, dass Grillen nicht jederzeit und überall erlaubt sei. Wer seine Nachbarn spät am Abend belästige, dem können laut Urteil im Extremfall bis zu 250 000 Euro Ordnungsgeld und Ordnungshaft drohen.

Im konkreten Fall grillten die Nachbarn eines Mannes einen Sommer lang regelmäßig besonders gern spätabends direkt an der Grundstücksgrenze, so dass Qualm, Bratgerüche und Geräuschpegel störten. Der Kläger erzielte einen Teilerfolg. Die Richter zeigten Verständnis für das Grillvergnügen, insbesondere zu Geburtstagen und anderen Gelegenheiten. Sollten sich die Nachbarn allerdings nicht an die Reglementierungen halten, könne das Grillen teuer werden.

Aktenzeichen:
Oberlandesgericht Oldenburg 13 U 53/02

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