Verdacht hat sich nicht bestätigt
Kein Insider-Ermittlungen mehr gegen Kopper

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die Ermittlungen gegen Daimler-Chrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Insiderregeln eingestellt.

HB STUTTGART. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt, sagte Staatsanwältin Tomke Beddies am Mittwoch. Hintergrund der Ermittlungen war die Rücktrittsankündigung des damaligen Daimler-Chrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp im Sommer 2005. Kopper hatte den Vorwurf zurückgewiesen.

Der Aufsichtsratschef stand laut Medienberichten im Verdacht, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor der offiziellen Bekanntgabe über den Führungswechsel unterrichtet zu haben. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz ist nicht nur der Handel mit so genannten Insider-Papieren, sondern auch die unbefugte Weitergabe von Insider-Informationen verboten. Kopper war früher selbst Chef der Deutschen Bank und später Aufsichtsratsvorsitzender des Instituts.

Direkt nach der Bekanntgabe des Führungswechsels bei DaimlerChrysler hatte der Kurs der Aktie dramatisch zugelegt. Die Deutsche Bank hatte nach der Rücktritts-Ankündigung im Laufe des Tages Daimler-Chrysler-Aktien für knapp 1,4 Milliarden Euro verkauft. Das Institut hatte mehrfach angekündigt, Anteile an dem Autobauer verkaufen zu wollen.

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