Verdienst nach Rekordjahr gestiegen
Commerzbank-Chef Müller bekommt Gehaltserhöhung

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hat im abgelaufenen Rekordjahr seines Instituts sein eigenes Einkommen ebenfalls deutlich gesteigert.

dpa-afx FRANKFURT. Das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden stieg 2006 um fast die Hälfte auf 4,476 (2005: 3,126) Mill. Euro, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank hervorgeht. Rund 760 000 Euro davon sind fix - der Rest setzt sich aus dem erfolgsabhängigen Bonus und rund 900 000 Euro aus Aktienoptionsprogrammen zusammen. Zum Vergleich: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verdiente im abgelaufenen Jahr 13,2 Mill. Euro. Insgesamt verdiente der Vorstand der Commerzbank im vergangenen Jahr 23,6 Mill. Euro nach 15,5 Mill. in 2005.

Nachdem die Commerzbank im vergangenen Jahr mit rund 1,6 Mrd. Euro einen Rekordgewinn erzielte, zeigt sich Müller auch weiter optimistisch. "Wir fühlen uns für die Herausforderungen der Zukunft rundum gut gerüstet", schrieb er. Die Commerzbank habe wieder Anschluss an die europäische Bankenbranche gefunden und er sei zuversichtlich, "dass sich die heute noch geöffnete Schere zwischen unserer Eigenkapitalrentabilität und jener unserer maßgeblichen ausländischen Konkurrenz im Laufe der nächsten Jahre allmählich schließen lässt".

In diesem Jahr solle die bereinigte Nachsteuerrendite auf mehr als zwölf Prozent steigen nach 11,2 Prozent in 2006, bestätigte Müller die Ziele der Bank. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde unverändert ein Anstieg auf 15 Prozent angepeilt. Unterstützung erhofft sich der Bankchef dabei von der Konjunktur, "die endlich Fahrt aufgenommen hat". Deutschland sei in politischer und ökonomischer Aufbruchstimmung und damit ein guter Nährboden für das Bankgeschäft. "Diese Chance wollen wir nutzen."

Dabei setze die Commerzbank vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft, will das Geschäft aber auch durch Übernahmen ergänzen. "Wir schauen uns die seltenen sich bietenden Gelegenheiten an und prüfen sie", bekräftigte Müller frühere Aussagen. Die Zukäufe müssten aber strategisch Sinn machen, betriebswirtschaftlich vertretbar und für unsere Aktionäre wertschaffend sein. "Sind diese Kriterien nicht vollständig erfüllt, so verzichten wir lieber auf ein Engagement." Interessiert ist die Commerzbank an der Landesbank Berlin (LBB), die derzeit zum Verkauf steht./

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