Verhandlungen um Umstrukturierung des Konzerns
Zumwinkel stellt sich hinter Obermann

Der zuletzt in die Kritik geratene Telekom-Chef René Obermann erhält Rückendeckung von seinem Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. „Obermann und der Vorstand haben mein volles Vertrauen und meine Unterstützung,“ sagte Zumwinkel dem Handelsblatt.

BERLIN. Damit bricht der Post-Chef erstmals mit seinem Grundsatz, sich nicht über die Telekom zu äußern, wo er seit vier Jahren das Aufsichtsgremium leitet. Die Telekom-Spitze streitet derzeit heftig mit der Gewerkschaft Verdi über eine tiefgreifende Umstrukturierung. Obermann will 50.000 Service-Kräfte der Festnetzsparte in neue Einheiten ausgliedern, wo sie für weniger Lohn mehr arbeiten sollen. Im Gegenzug bietet sie einen Kündigungsschutz bis 2011. Das jüngste Angebot, wonach die Mitarbeiter künftig auch am Unternehmenserfolg beteiligt werden sollen, lehnte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder jedoch ab.

Laut Zumwinkel befindet sich die Telekom in einer Phase extremer Herausforderungen. Der neue Vorstandschef Obermann habe daher schon frühzeitig nach seiner Berufung im vergangenen Herbst ein Konzept vorgelegt, wie diesen Herausforderungen begegnet werden könne. Nun sei das Management dabei, die notwendigen Maßnahmen entschieden umzusetzen. Dies schließe Veränderungen für die Mitarbeiter ein.

„Ich erwarte von allen Beteiligten in dieser Situation Kreativität, Flexibilität und Zukunftsorientierung“, sagte Zumwinkel. Ob er sein Mandat als Chef des Aufsichtsrats, das Anfang 2008 ausläuft, verlängern wird, wollte er nicht sagen: „Darauf antworte ich erst dann, wenn die Frage ansteht, also zur Jahreswende.“

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