Verlagsbranche
Mr. Überall springt an die Burda-Spitze

Der ehemalige McKinsey-Berater Paul-Bernhard Kallen übernimmt den Vorstandsvorsitz des Medienkonzerns Burda. Kallen, der als schnell, kontrolliert und präzise gilt, kennt den Konzern schon seit langem. Für die Zukunft bei Burda prognostiziert er große Chancen im digitalen Geschäft.
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DÜSSELDORF. Im grauen Flanell-Anzug und offenen Hemd fällt Paul-Bernhard Kallen, 52, in der bunten Schar von Internet-Jungunternehmern nur wegen seines Alters auf. Denn auf der vom Medienkonzern Burda organisierten Innovationskonferenz DLD (Digital Life Design), die jeden Januar in München stattfindet, geben die Jungen den Ton an.

Doch Kallen, bislang Finanz- und Technologievorstand bei Burda, stört das nicht. Was viele der 600 Gäste im Saal in der Münchener Innenstadt nicht wissen: Er ist ein erfahrener Internet-Entrepreneur. "Ich bin ein operativer Kaufmann", sagt er über sich.

Nun steigt Kallen ab 1. Januar zum Vorstandschef von Burda auf. Eine Überraschung ist seine Berufung durch den Eigentümer Hubert Burda nicht. Denn Kallen genießt das uneingeschränkte Vertrauen des badischen Medienunternehmers seit vielen Jahren.

Der promovierte Volkswirt aus dem rheinischen Neuss kam bereits vor 13 Jahren zu Burda. Kallen lernte damals das Verlagshaus als Unternehmensberater von McKinsey kennen.

Schon drei Jahre nach seinem ersten Arbeitsvertrag, im Jahr 1999, stieg Kallen in den Vorstand auf. Er sitzt heute in der siebten Etage der Zentrale in der Arabellastraße 23 im vornehmen Münchener Stadtteil Bogenhausen, nur wenige Meter von Hubert Burda entfernt. Kallen baute das Digitalgeschäft auf, entwickelte das Auslandsgeschäft und restrukturierte den Druckbereich. Kallen war in den vergangenen Jahren Mr. Überall.

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