Vermeidung von Erbschaft- und Schenkungssteuer für Kunst
Es lohnt sich, Kunst legal zu vererben

Privatsammler haben manchmal Angst. Zum Beispiel davor, dass sich im Erbfall die steuerliche Bewertung am Versicherungswert ihrer Kunstgegenstände orientiert.

DÜSSELDORF. Vor lauter Angst reagieren sie darauf wie jeder durchschnittliche Bürger, der glaubt, der Fiskus wolle ihm zu tief in die Taschen greifen. Sie versuchen, die Steuer nach Möglichkeit, gebenenfalls auch illegal, zu vermeiden, und haben dann erst recht Grund zur Angst. Denn sie machen sich strafbar.

"Von einer solchen Taktik im Erbfall kann man nur dringend abraten", empfehlen Jörg Wacker und Felix Ganteführer, Partner der Sozietät Dr. Ganteführer, Marquardt & Partner - Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Düsseldorf, in ihrer vom Kunstversicherer Axa Art Versicherung AG beauftragten Broschüre "Leitfaden Steuern und Recht für Kunstsammler".

Und es sei auch nicht notwendig. Denn gerade bei Kunstsammlungen könne es sich geradezu lohnen, gezielt und legal die Vererbung bzw. Schenkung von Kunstwerken einzusetzen, um dadurch in steuergünstiger Form große Vermögen auf die nächste Generation zu übertragen.

Die Vermeidung von Erbschaft- und Schenkungssteuer für Kunst ist zwar ein zentrales, nicht aber das einzige Thema, das die 40-seitige Broschüre abhandelt. "Wir wollen den Sammler auch auf seinem Lebenssammelweg begleiten", sagt Stefan Horsthemke, Managing Direcor bei der Axa Art. Deshalb beleuchtet das Booklet auch die steuerlichen Möglichkeiten für den sammelnden Unternehmer; es erläutert, wann ein Privatsammler steuerlich zum Gewerbetreibenden wird, wie der richtige Leihvertrag mit einem Museum auszusehen hat und wie die Eigentumssituation bei gestohlenen Kunstwerken aussieht.

Wer weiß schon, dass es für den sammelnden Unternehmer relativ uninteressant ist, den Kunstkauf durch sein Unternehmen vornehmen zu lassen. "Wesentlich geschickter ist die Alternative", schreiben Wacker und Ganteführer, "den Kunstkauf steuerlich in das Privatvermögen zu verlegen und das Kunstwerk dem Unternehmen" zu vermieten.

In Deutschland kann man Kunstgegenstände, anders als in vielen anderen europäischen Ländern, nicht gutgläubig erwerben. Bei offenkundig in der Luft liegenden Verdachtsmomenten, zu denen etwa ein äußerst günstiger Erwerb auf dem Flohmarkt gehören würde, hat der Käufer die Pflicht, sich zu erkundigen, ob das Werk zum Beispiel im Art Loss-Register verzeichnet ist. Wer das nicht tut, hat keine Möglichkeit, den abhanden gekommenen Gegenstand in sein Eigentum zu überführen.

Naivität ist auch für den Abschluss eines Leihvertrags mit einem Museum kein guter Berater. Die Entwürfe, oft vom Museum selbst aufgesetzt, sehen eine Vielzahl von Regelungen vor, die deutlich zum Nachteil des Sammlers ausgestaltet sind. So ist es für den Sammler sehr wichtig, dass jeder während der Leihe auftretende Schadenfall, sei es durch unabwendbare Ereignisse wie Blitz oder Erdbeben oder durch Attentate auf das Kunstwerk, vom Museum ersetzt wird, ohne dass er über die Frage des Verschuldens des Museums diskutieren muss. Tatsache ist, dass diese Prozesse gegen eine öffentliche Institution oft sehr zäh ablaufen und unprofessionell abgewickelt werden.

Fazit: Es gibt seitenstarke Publikationen über Kunst, Steuern und Recht. Aber mit diesem Leitfaden liegt jetzt zum ersten Mal ein Buch vor, das speziell auf die Bedürfnisse des Privatsammlers ausgerichtet ist.

Jörg Wacker und Felix Ganteführer
Leitfaden Steuern und Recht für Kunstsammler
Hrsg. Axa Art Versicherung AG, Köln, Dezember 2005

Kostenlose Bestellung:
» susanne.kelmes@axa-art.de
oder
Susanne Kelmes,
AXA Art Versicherung AG,
Colonia Allee 10-20
51067 Köln

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