Veröffentlichung der für Donnerstag erwarteten Quartalszahlen verzögert sich
Nortel entlässt drei Spitzenmanager

Nortel hat den Vorstandschef Frank Dunn sowie den bereits beurlaubten Finanzvorstand Douglas Beatty und den ebenfalls schon beurlaubten Kontroller Michael Gollogly entlassen. Die Entlassungen erfolgten im Zusammenhang mit der Überprüfung der Unternehmensbilanzen. Nortel-Aktien büßten fast ein Drittel ihres Werts ein.

HB TORONTO. Nortel-Chairman Lynton Wilson begründete die Abberufung der Manager mit den anhaltenden Problemen bei den Unternehmensbilanzen. Aus den eigenen Reihen ernannte Nortel drei Nachfolger, als neuer Vorstandschef wurde der seit Februar 2002 als Direktor bei Nortel amtierende William Owens berufen.

Nortel hatte im Oktober vergangenen Jahres erklärt, dass die Finanzdaten des Konzerns rückwirkend bis zum Jahr 2000 überprüft würden. Abschreibungen und Rückstellungen seien höher als erforderlich gewesen. Nach der Neuaufstellung der Bilanz für 2003 teilte Nortel Anfang März abermals mit, dass weitere Änderungen bei den Finanzdaten notwendig werden könnten. Der Finanzchef und der Controller wurden mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Auch die für Donnerstag geplante Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2004 wird sich nach Unternehmensangaben verzögern. Sowohl die Finanzmarktaufsicht in den USA als auch in Kanada prüfen die Bücher von Nortel.

An der US-Börse rutschten die als Indikator für die Branchenkonjunktur geltenden Aktien des kanadischen Ausrüsters um 28,2 Prozent auf 4,05 Dollar. In der Boomphase der Telekom-Industrie im Jahr 2000 waren die Papiere noch zu Kursen von knapp 85 Dollar gehandelt worden. Infolge der Investitionszurückhaltung der Kunden brachen bei Nortel und den übrigen Ausrüstern die Umsätze ein. Bis Anfang 2003 schrieb Nortel trotz Entlassungen zwölf Quartale in Folge rote Zahlen.

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