Verschuldungsgrad: Inflation und steigende Zinsen belasten Firmenerträge

Verschuldungsgrad
Inflation und steigende Zinsen belasten Firmenerträge

Hoch verschuldete Unternehmen leiden am stärksten darunter, wenn Europas Währungshüter an der Zinsschraube drehen. Der Grund: Die Finanzierungskosten erhöhen sich.
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DüsseldorfNach einer Untersuchung des Handelsblatts haben 20 der 105 untersuchten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen aus den Börsenindizes Dax, MDax und TecDax einen Verschuldungsgrad von über 100 Prozent. Ihr Fremdkapital ist nicht durch Eigenkapital gedeckt.

Neben Pro Sieben Sat 1 und der Solarfirma Conergy sind besonders die Autobauer VW, Daimler und BMW und -zulieferer Continental und Leoni hoch verschuldet. Vorausgesetzt, VW fährt seine Nettofinanschulden in Höhe von 50 Milliarden Euro nicht zurück und muss sich im Laufe der nächsten Jahre mit durchschnittlich einem Prozentpunkt höher refinanzieren, dann muss VW eine halbe Milliarde Euro zusätzlich an Zinsen bezahlen – wenn sie ihre laufenden Schuldscheine komplett in neue getauscht haben. Die Rivalen BMW und Daimler drücken fast ebenso hohe Schulden.

Doch es gibt auch Profiteure: 30 der 105 untersuchten Unternehmen haben ein Luxusproblem: Zusätzlich zu ihrem Eigenkapital haben sie eine negative Nettoverschuldung, wie beispielsweise der Markenartikler Beiersdorf. Das bedeutet, die Firmen haben mehr liquide Mittel und Barbestände angehäuft als Schulden. Sie profitieren künftig von höheren Zinsen, wenn sie ihr Geld neu und damit zu höheren

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  • äh, whut?! Hat man mal wieder die Praktikanten schreiben lassen? Bei BMW haben die 2011/2012 auslaufenden Anleihen einen Durchschnittszinssatz von ca. 5%. Ne neue 5-jährige bekommt BMW aktuell für knapp 3,5% (wie A1GLL5), ne hypothetische 10-jährige sollte bei etwa 4% liegen. Bei VW siehts ähnlich aus. Selbst wenn die Zinsen um ein halbes Prozent steigen, ists zukünftig immer noch billiger als jetzt. Erst ab nem Zinsanstieg von ca. 1,5% im 5-jährigen Bereich wirds treurer als jetzt.

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