Versorgenden Eltern steht Zahlung zu
Kindergeld: Nebenjob zählt nicht

Wer die Wartezeit auf einen Studienplatz mit einer geringfügigen Beschäftigung überbrückt, gilt als weiterhin von den Eltern abhängig. Diesen steht daher auch Kindergeld zu.

Um die Wartezeit auf seinen Studienplatz im Fach Kunsttherapie zu überbrücken, jobbte ein 23-Jähriger 10,5 Stunden in der Woche und verdiente so 325 Euro im Monat. Die Familienkasse strich den Eltern daraufhin das Kindergeld: Für Kinder, die sich "aus einer Erwerbstätigkeit heraus für eine Ausbildung bewerben", gebe es nun einmal nichts. Wie viel das Kind arbeite, sei egal.

Die Richter des Finanzgerichts Rheinland Pfalz sahen das jedoch ganz anders und sprachen den Eltern des angehenden Kunsttherapeuten Kindergeld zu (6 K 2938/03). Der junge Mann gehe während der Wartezeit lediglich einer geringfügigen Beschäftigung nach, mit der er seinen Lebensunterhalt nicht finanzieren könne. Deshalb müssten ihn die Eltern weiterhin versorgen, womit ihnen auch Kindergeld zustehe. Zumal nachgewiesen sei, dass der Sohnemann sich ernsthaft um den Studienplatz bemüht habe.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 32 vom 04.08.2005 Seite 87

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