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Finanzmarktaufsicht überprüft OMV-Chef

Der Vorstandschef der Öl- und Gas-Gruppe OMV, Wolfgang Ruttenstorfer, ist ins Visier der österreichischen Finanzmarktaufsicht geraten. Die Behörde untersuche einen Aktienkauf Ruttenstorfers kurz bevor das Unternehmen seinen Anteil an der ungarischen MOL an die russische Surgutneftegas veräußerte.

HB WIEN. Ein Sprecher der Finanzmarktaufsicht (FMA) bezeichnete das Vorgehen am Mittwoch als Routineuntersuchung. Ruttenstorfer kaufte am 23. März nach Angaben auf der Internet-Seite des Unternehmens OMV-Aktien im Wert von 620 000 Euro. Eine Woche später verkaufte die OMV überraschend ihre 21 Prozent an MOL an Surgutneftegaz und erlöste damit 1,4 Mrd. Euro. Die OMV-Aktie war an diesem Tag um 3,3 Prozent gestiegen. Am Mittwoch notiert die Aktie unverändert bei 24,07 Euro.

OMV bestätigte die Anfrage der FMA nach näheren Auskünften und sagte umfassende Kooperation zu. Das Unternehmen halte sich an alle Gesetze und Regulierungen. Ruttenstorfer habe auch alle Regeln für Aktienkäufe und-verkäufe von Managern eingehalten, erklärte OMV. Der Staatsanwaltschaft Wien liegt nach eigenen Angaben keine Anzeige der FMA vor. Hätte die Finanzmarktaufsicht allerdings einen begründeten Verdacht, müsste sie dies der Staatsanwaltschaft sofort mitteilen.

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