Versorger
MVV-Vertriebsvorstand geht im Streit

Karl-Heinz Trautmann, Vertriebsvorstand des Energieversorgers MVV, verlässt das Mannheimer Unternehmen nach 24 Jahren. Als offiziellen Grund gibt MVV Meinungsverschiedenheiten über die Unternehmensführung an. Möglicherweise war Trautmann unter Verdacht geraten, Interna der Presse zugespielt zu haben.

HB MANNHEIM. In den vergangenen Tagen hatte sich der MVV-Aufsichtsrat zweimal getroffen, um über den angeblichen Verrat von Unternehmensgeheimnissen an die Presse durch ein Vorstandsmitglied zu sprechen. Das Gremium sah von einer Anzeige ab und vertagte personelle Konsequenzen aus formalrechtlichen Gründen auf diese Woche. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorwürfen und Trautmanns Abgang besteht, wollte ein MVV-Sprecher nicht sagen.

Das Verhältnis zwischen dem 54-jährigen Trautmann und Vorstandschef Rudolf Schulten galt seit längerem als getrübt. Der Vertriebschef war vor Schultens Amtsantritt vor drei Jahren ebenfalls als Vorstandsvorsitzender gehandelt worden, unterlag aber dem früheren Bewag-Manager.

Über Trautmanns Nachfolge werde der Aufsichtsrat in den nächsten Sitzungen beraten, sagte der Sprecher. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass MVV den Posten nicht neu besetzen wird. Trautmann war seit 1982 für MVV Energie tätig, führte ab 2001 die MVV-Tochter Energieversorgung Offenbach und rückte 2003 in den Vorstand des größten deutschen Stadtwerke-Konzerns auf. Sein Vertrag lief noch bis 2008.

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