Vertragsverlängerung fraglich: RWE-Chef Roels fällt angeblich in Ungnade

Vertragsverlängerung fraglich
RWE-Chef Roels fällt angeblich in Ungnade

Einem Zeitungsbericht zufolge will der Essener Energiekonzern RWE den Vertrag mit Vorstandschef Harry Roels nicht verlängern. Es soll gleich mehrere Gründe für die Entscheidung gegen den erfolgreichen Manager geben.

HB BERLIN. Der Aufsichtsrat habe bereits einen möglichen Nachfolger gefunden, berichtet die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Montagsausgabe. Bei der Sitzung des Kontrollgremiums am kommenden Mittwoch wolle Aufsichtsratschef Thomas Fischer eine Entscheidung herbeiführen. Der Vertrag von Roels läuft 2008 aus, der Niederländer vollendet dann sein 60. Lebensjahr.

Trotz eines kräftig gestiegenen Aktienkurses und eines guten Ergebnisses im abgelaufenen Jahr stehe Roels bei Aktionären zunehmend in der Kritik, hieß es. Sie vermissten vor allem eine Vision für die kommenden Jahre. Zusätzlich belastet wird Roels dem Bericht zufolge dadurch, dass RWE wegen seiner hohen Barreserven seit Monaten als mögliches Ziel einer feindlichen Übernahme gilt.

Einen Nachfolger könne Fischer allerdings nur mit der Zustimmung der Kommunalvertreter im Aufsichtsrat durchsetzen. Ruhrgebietsstädte wie Essen, Mülheim und Dortmund halten etwa 30 Prozent der Aktien. Die Vertreter der Mitarbeiter sollen im Aufsichtsrat nach Informationen der Zeitung bereits ihre Unterstützung für Fischers Kandidaten signalisiert haben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%