Vertragsverlängerung
Mehdorn soll Bahn-Chef bleiben

Gescholten, gelobt, umstritten, zielstrebig: Hartmut Mehdorn ist das Gesicht der Deutschen Bahn und seit Jahren als Vorstandsvorsitzender die Konstante an der Spitze. Während die Ära Mehdorn wohl eine weitere Verlängerung erfährt, geht die Bahn gleichzeitig auf Einkaufstour.

HB DÜSSELDORF. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, kann auf eine Verlängerung seines Vertrags hoffen. In Unternehmenskreisen gilt es als sicher, dass der Aufsichtsrat an diesem Mittwoch in Berlin den bis Mai 2008 laufenden Vertrag Mehdorns vorzeitig verlängern wird – um mindestens zwei Jahre bis 2010, vielleicht sogar um drei Jahre.

Neben der Vertragsverlängerung will der Aufsichtsrat nach Angaben aus Unternehmenskreisen auch ein 700 Mill. Euro schweres Investitionsprogramm für die Logistiksparte beschließen. Für rund 460 Mill. Euro werde die Bahn die größte britische Güterbahn EWS komplett übernehmen, sagten mit den Käufen Vertraute am Montag. Da das Unternehmen bereits in Frankreich aktiv sei, könne die Bahn so indirekt auf den schwer zugänglichen Nachbarmarkt vordringen.

Auf der Einkaufsliste stünden zudem 51 Prozent der spanischen Güterbahn Transfesa, die rund 130 Mill. Euro kosten solle. Etwa 150 Mill. Euro koste der spanische Logistiker Spaintir mit gut 800 Mitarbeitern. Ein Bahn-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren.

Das Geld bekommt die Bahn aus dem vergangene Woche beschlossenen Verkauf ihrer 50-Prozent-Beteiligung an der Ostsee-Reederei Scandlines, der dem Konzern rund 800 Mill. Euro bringt.

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