Vertragsverlängerung: Reithofer bleibt bei BMW bis 2016 am Steuer

Vertragsverlängerung
Reithofer bleibt bei BMW bis 2016 am Steuer

BMW-Chef Norbert Reithofer führt den Münchner Autokonzern bis 2016. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag des 54-Jährigen erwartungsgemäß.
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HB MÜNCHEN. Mit Reithofer sei Kontinuität gewährleistet, sagte der Aufsichtsratschef Joachim Milberg nach der Sitzung des Kontrollgremiums am Mittwoch. Reithofer war im September 2006 nach 19 Jahren im Konzern an die Spitze von BMW gerückt. Sein Vertrag wäre im Herbst kommenden Jahres ausgelaufen.

Es wurde bereits seit einiger Zeit erwartet, dass Reithofers Mandat verlängert wird. Der BMW-Chef hatte sich bisher allerdings bedeckt gehalten, was seine Pläne angeht. Der promovierte Ingenieur hatte 2007 eine neue Konzernstrategie aufgelegt, um den Oberklasse-Autobauer konsequent auf Rendite zu trimmen. Rund 10 000 Stellen wurden abgebaut. Im vergangenen Quartal verbuchte BMW einen Rekordgewinn und hakte die tiefe Branchenkrise damit endgültig ab.

Der öffentlichkeitsscheue Reithofer hat BMW angesichts der jüngsten Autokrise geöffnet und so bislang ungewohnte Einnahmequellen erschlossen. So beliefert BMW künftig etwa den schwedischen Hersteller Saab mit Motoren, wie das Unternehmen und der niederländische Saab-Eigentümer Spyker am Mittwoch bestätigten. Auch der US-Spezialfahrzeughersteller Carbon Motors bezieht Aggregate von den Münchenern.

Um Kosten zu sparen schmiedete der gebürtige Oberbayer Reithofer mühsam Kooperationen mit anderen europäischen Autobauern. Mit dem Erzrivalen Daimler schloss es 2008 eine Einkaufsgemeinschaft, die derzeit ausgeweitet wird. Die bereits acht Jahre währende Partnerschaft mit dem französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen baut er aus. Weitere Kooperationen, etwa im Bereich Unterhaltungselektronik im Auto, und ein gemeinsamer Einkauf werden geprüft.

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