Verzicht
Goodwin tut Gutes, fast freiwillig

Er ist als Sturkopf verschrien, nun gibt Fred Goodwin doch noch nach. Der frühere Vorstandschef der Royal Bank of Scotland (RBS) verzichtet nach langem hin und her auf einen Teil seiner Pensionen. So ganz freiwillig war das allerdings wohl nicht.

HB LONDON. Der gescheiterte schottische Bankchef Fred Goodwin will auf einen Teil seiner Frührente verzichten. Fast 830 000 Euro Jahresrente standen dem 50-Jährigen zu - nun hat Goodwin angeboten, auf etwa die Hälfte zu verzichten. Das berichteten mehrere Medien am Donnerstag. Sein Angebot folgte auf Drohungen der RBS-Führung, die seine Rentenansprüche drastisch kürzen wollte. Die beinahe zusammengebrochene Bank gehört zu 72 Prozent dem Staat. Ob die Behörden der neuen Summe zustimmen, ist fraglich.

Die Regierung pumpte umgerechnet 25 Mrd. Euro in die Bank, als Goodwin nach acht Jahren an der Spitze seinen Hut nahm. Seine Rentenbezüge wurden bekannt, als die Bank für 2008 einen Rekordverlust von mehr als 26 Mrd. Euro veröffentlichte. Aus Frust über die hohe Rente hatten Vandalen die Villa und das Auto des geadelten Ex-Bankenchefs im März beschädigt.

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