VfL Wolfsburg
Die Leiden des Martin Winterkorn

Martin Winterkorn liegt nicht gern zurück. Ausgerechnet im Fußball, seinem Steckenpferd seit Kindertagen, muss der erfolgsverwöhnte VW-Chef vor dem letzten Spieltag um einen Platz in der Spitzenklasse bangen.
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HamburgVW-Chef Martin Winterkorn geht es nicht gut. Der Arbeitsethiker ist enttäuscht von den hochbezahlten Bundesliga-Profis des VW-Werksclubs VfL Wolfsburg. Denn nun ist eingetreten, was Winterkorn mit der kurzfristigen Rückkehr von Meistertrainer Felix Magath verhindern wollte: Morgen Nachmittag um halb vier geht es im Spiel des VfL in Hoffenheim um den Klassenerhalt der zuletzt meist unterlegenen Wölfe.

Bereits im Vorfeld hat der mächtige VW-Boss klargemacht, dass er einen Neuanfang will. "Wir werden die richtigen Konsequenzen ziehen", kündigte Winterkorn im Fachblatt "Kicker" an. Der VfL Wolfsburg gehöre einfach nicht in den Tabellenkeller.

In vertrauter Runde hat der Manager schon lange analysiert, was falsch gelaufen ist - statt eine neue Mannschaft aufzubauen, habe man nach Magaths Wechsel zu Schalke zu lange am Team festgehalten, das 2009 deutscher Meister geworden war. Winterkorn liebt Fußball: Der frühere Torwart beim TSV Münchingen stellt sich immer mal wieder für den guten Zweck zwischen die Pfosten. Doch rechnen muss es sich. Mit dem Fußball-Engagement verfolge VW "ein profitables Geschäftsmodell", sagt er.

Winterkorn hatte Magath ein Bentley-Cabrio für rund 250.000 Euro in Aussicht gestellt, sollte der Klassenerhalt noch gelingen. Doch der Trainer möchte lieber sechs VW-Transporter spenden - um zu zeigen, dass jeder alles geben muss.


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